{"id":97,"date":"2014-12-01T17:22:04","date_gmt":"2014-12-01T17:22:04","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/indiger\/?page_id=97"},"modified":"2023-09-14T07:53:16","modified_gmt":"2023-09-14T07:53:16","slug":"pno-ortenau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/indiger.net\/?page_id=97","title":{"rendered":"Pr\u00e4ventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-234\" src=\"https:\/\/indiger.net\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/pno_logo_web_rgb.png\" alt=\"Logo PNO\" width=\"159\" height=\"150\"><\/p>\n<h3>Herausforderungen im Ortenaukreis<\/h3>\n<p>Der Ortenaukreis ist der fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfte Landkreis Baden-W\u00fcrttembergs mit 1.851 km\u00b2. In den 51 St\u00e4dten und Gemeinden leben rund 420.000 Einwohner, davon rund 180.000 in den Gro\u00dfen Kreisst\u00e4dten Offenburg, Lahr, Kehl, Oberkirch und Achern. Im Anschluss an die bereits sehr erfolgreichen Fr\u00fchen Hilfen f\u00fcr Eltern mit Kindern von 0 \u2013 3 Jahren und werdende Eltern entwickelt der Ortenaukreis mit dem Pr\u00e4ventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO) nun eine kommunale Pr\u00e4ventionsstrategie \u00fcber den Zeitraum vor der Geburt bis zum 10. Lebensjahr.<br \/>\nAufgrund seiner Gr\u00f6\u00dfe ist der Ortenaukreis im Bereich der Jugendhilfe dezentral in f\u00fcnf Raumschaften organisiert. Kreisweit sowie in den einzelnen Raumschaften bestehen insbesondere durch die Fr\u00fchen Hilfen bereits gut ausgebaute Netzwerke zwischen Akteuren des Gesundheits- und Jugendhilfesystems und weiteren Institutionen. F\u00fcr den Altersbereich ab drei Jahren sind diese bisher jedoch noch nicht systematisch miteinander abgestimmt und genug miteinander verzahnt. Ferner fehlt bisher noch die systematische Einbindung von Akteuren des Bildungssystems.<br \/>\nDas PNO hat es sich zur Aufgabe gemacht, die gesunde Entwicklung von Kindern zwischen drei und zehn Jahren und ihren Familien im gesamten Ortenaukreis zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h3>Die Ziele des Pr\u00e4ventionsnetzwerks Ortenaukreis (PNO):<br \/>\nZentral steuern \u2013 regional handeln<\/h3>\n<h4>Netzwerkaufbau<\/h4>\n<p>Das inhaltliche Leitziel des PNO ist, auf der Grundlage eines biopsychosozialen Grundverst\u00e4ndnisses, die F\u00f6rderung der k\u00f6rperlichen und seelischen Gesundheit sowie der sozialen Teilhabe. Strategisches Leitziel ist der Aufbau eines tragf\u00e4higen Netzwerks mit der Implementierung infrastruktureller Ma\u00dfnahmen der Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung in den Lebenswelten 3- bis 10-j\u00e4hriger Kinder und ihrer Familien.<br \/>\nKonkret geht es um die Einrichtung eines kreisweiten Netzwerks und system\u00fcbergreifender Kooperationen zwischen Akteuren des Gesundheits-, Jugendhilfe- und Bildungssystems.<br \/>\nMa\u00dfnahmen der universellen, selektiven und indizierten Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung werden kreisweit entwickelt und geb\u00fcndelt sowie regional umgesetzt. PNO kn\u00fcpft dabei direkt an die bestehenden Strukturen an (z. B. Fr\u00fche Hilfen; dezentrale Beratungsstellen).<br \/>\nKonkret vorhandene Bedarfe werden ermittelt und durch passgenaue Angebote aufgegriffen. Dar\u00fcber hinaus werden Wissensl\u00fccken \u00fcber M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit (z. B. zwischen Kita und Beratungsstellen) gezielt identifiziert und durch einen verbesserten Informationsfluss geschlossen. Bestehende Bedarfsl\u00fccken werden ermittelt und sollen als Grundlage f\u00fcr weitere kommunale Planungen dienen.<br \/>\nIm Rahmen einer regelm\u00e4\u00dfig tagenden Pr\u00e4ventions- und Gesundheitskonferenz wird gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und Partnern aus dem Gesundheits-, Jugendhilfe- und Bildungssystem die Gesamtstrategie unter Ber\u00fccksichtigung der verschiedenen Perspektiven weiterentwickelt und gesteuert. Zus\u00e4tzlich zu den vielfachen Direktkontakten werden in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden regionale Runde Tische PNO durchgef\u00fchrt.<br \/>\nAngebote, Ma\u00dfnahmen und Bedarfe finden Eingang in einen kreisweiten PNO-Pr\u00e4ventions- und Gesundheitsbericht zu ausgew\u00e4hlten Themen der k\u00f6rperlichen und seelischen Gesundheit und sozialen Teilhabe. In Abstimmung mit den Netzwerkpartnerinnen und Partnern der drei Systeme werden nicht nur Problemlagen und Bedarfe sondern auch Angebote und Potentiale systematisch aufgezeigt und m\u00fcnden in konkrete Handlungsempfehlungen (Daten f\u00fcr Taten).<\/p>\n<h4>Organisationsentwicklung und bedarfsorientierte Fortbildungen im Setting der Bildungseinrichtungen<\/h4>\n<p>Im Setting-Ansatz erfolgt ein niedrigschwelliger und nicht-stigmatisierender Zugang zu den Familien \u00fcber die Kindertageseinrichtungen und Schulen. Im Rahmen von PNO werden Kindertageseinrichtungen und Schulen in ihrer Entwicklung hin zu gesundheitsf\u00f6rderlichen Einrichtungen durch einen 18-monatigen Organisationsentwicklungsprozess unterst\u00fctzt, der auf den Erkenntnissen der Pr\u00e4ventions- und Schutzfaktorenforschung basiert. Dieser Prozess umfasst sechs Weiterbildungen f\u00fcr die Teams der p\u00e4dagogischen Fach- und Lehrkr\u00e4fte und setzt am Bestand und an den Bedarfen der jeweiligen Bildungsinstitution an. Um die Nachhaltigkeit dieser Ver\u00e4nderungsprozesse zu sichern, werden die Einrichtungen w\u00e4hrend der Organisationsentwicklung von speziell geschulten Prozessbegleiterinnen und -begleitern unterst\u00fctzt. Dieses umfassende Angebot kann aus Ressourcengr\u00fcnden nur von einer begrenzten Anzahl von je 25 Kindertageseinrichtungen und 25 Schulen durchgef\u00fchrt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass unterschiedliche Einrichtungen (Tr\u00e4gerschaft, Gr\u00f6\u00dfe, Stadt-Land) zum Zuge kommen und Einrichtungen mit besonderen sozialen Belastungsfaktoren in besonderer Weise ber\u00fccksichtigt werden.<br \/>\nDem leitenden Prinzip der Fl\u00e4chendeckung wird insbesondere durch das erg\u00e4nzende Angebot bedarfsorientierter Fortbildungen Rechnung getragen, indem weitere Bildungseinrichtungen des Ortenaukreis von Fortbildungen profitieren, die auf die spezifischen Bedarfe der Einrichtung oder mehrerer Einrichtungen abgestimmt sind.<\/p>\n<h3>Entwicklungen systematisch evaluieren<\/h3>\n<p>Erkl\u00e4rtes Ziel des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) ist die Sicherstellung der \u00dcbertragbarkeit wirkungsvoller Komponenten des PNO und der Verf\u00fcgbarkeit der Ergebnisse f\u00fcr andere Regionen. Zu diesem Zweck werden s\u00e4mtliche Prozesse wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Prozess- wie Ergebnis-Evaluation dieses komplexen Projekts umfasst dabei sowohl quantitative als auch qualitative Methoden mit mehreren Messzeitpunkten.<br \/>\nAufschluss \u00fcber die Umsetzung der Gesamtstrategie werden die systematische Dokumentation der Netzwerkprozesse und -aktivit\u00e4ten sowie die T\u00e4tigkeits- und Aufgabenprofile der zentralen und regionalen Pr\u00e4ventionsbeauftragten geben.<br \/>\nZur Evaluation des Organisationsentwicklungsprozess in Kindertageseinrichtungen und Schulen wird eine ausf\u00fchrliche Erhebung im Wartelisten-Kontrollgruppen-Design auf mehreren Ebenen angewendet, die auch eine Follow-up-Erhebung nach zw\u00f6lf Monaten beinhaltet.<br \/>\nZus\u00e4tzlichen zu den summativen und follow-up-Erhebungen auf Ebene der Kinder, Eltern und Fachkr\u00e4fte in den Bildungseinrichtungen, werden Instrumente zur formativen Evaluation bei den Prozessbegleitungen eingesetzt, um Ver\u00e4nderungsprozesse detailliert nachvollziehen zu k\u00f6nnen. Da die Einrichtungen sich zu gesundheitsf\u00f6rderlichen Institutionen entwickeln, wird in der Evaluation auch die Fach- und Lehrkr\u00e4ftegesundheit gesondert in den Blick genommen.<br \/>\nZus\u00e4tzlich erfolgen spezifische Analysen, um die \u201eNutzung\u201c und \u201eBewegung\u201c von Familien in den drei Systemen zu beschreiben. Es werden Langzeitverl\u00e4ufe von einzelnen Familien mit Risikokonstellationen \u00fcber den gesamten Projektzeitraum erfasst. Somit werden auch neue Impulse f\u00fcr die Pr\u00e4ventionsforschung unter Praxisbedingungen gegeben.<br \/>\nDas PNO leistet damit einen Beitrag zur fachwissenschaftlichen und methodischen Diskussion und liefert Erkenntnisse zur Umsetzung einer Pr\u00e4ventions- und Gesundheitsf\u00f6rderungsstrategie in einer Gebietsk\u00f6rperschaft und deren Gelingens- und Wirkungsfaktoren; die Ergebnisse werden anderen Regionen in Deutschland zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<h3>Projektflyer<\/h3>\n<p>Weitere Informationen zum Pr\u00e4ventionsnetzwerk Ortenaukreis finden Sie in einem <a href=\"https:\/\/indiger.net\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/PNO_Flyer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flyer<\/a>, den Sie herunterladen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Internet-Seite des Pr\u00e4ventionsnetzwerks Ortenau<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pno-ortenau.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.pno-ortenau.de<\/a><\/p>\n<h3>Ansprechpartner<\/h3>\n<p>Projektleitung Zentrum f\u00fcr Kinder- und Jugendforschung<br \/>\nProf. Dr. Klaus Fr\u00f6hlich-Gildhoff<br \/>\nLeiter des Zentrums f\u00fcr Kinder- und Jugendforschung im Forschungs- und Innovationsverbund an der Evangelischen Hochschule Freiburg<br \/>\nBugginger Stra\u00dfe 38<br \/>\n79114 Freiburg<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:froehlich-gildhoff@eh-freiburg.de\">froehlich-gildhoff@eh-freiburg.de<\/a><\/p>\n<p>Projektleitung Ortenaukreis<br \/>\nUllrich B\u00f6ttinger<br \/>\nLeiter Amt f\u00fcr Soziale und Psychologische Dienste, Landratsamt Ortenaukreis<br \/>\nLange Stra\u00dfe 51<br \/>\n77652 Offenburg<br \/>\nTel.: +49 781 805-9520<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:ullrich.boettinger@ortenaukreis.de\">ullrich.boettinger@ortenaukreis.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herausforderungen im Ortenaukreis Der Ortenaukreis ist der fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfte Landkreis Baden-W\u00fcrttembergs mit 1.851 km\u00b2. 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